Meine erste Nähmaschine

Die Lust am Nähen entdecken

Als Kind habe ich schon mit der Nähmaschine meiner Mutter genäht. Die Lust am Nähen war also schon sehr früh entfacht. Viel zu lange waren aber immer alle anderen Dinge wichtiger und der Job an erster Stelle.

Da ich aber gemerkt habe, dass ich auch neben dem Sport und der Arbeit etwas brauche, dass mir Spaß macht und mich erfüllt, habe ich das Nähen wiederentdeckt.

Wie gut, dass wir noch eine alte Nähmaschine bei uns herumstehen hatten! Die alte Lotus funktionierte sogar noch einwandfrei. Die in Altdeutsch geschriebene Anleitung vermittelte mir das Wichtigste, um die ersten geraden Stiche auf den – aus der Kiste gekramten – Bastel-Filz zu nähen.

Meine erste Nähmaschine

Da ich immer darauf bedacht bin, etwas Nützliches zu machen, wollte ich am liebsten direkt eine Winterjacke oder eine Jeans machen.

In einigen Näh-Foren habe ich aber gelesen, dass man doch lieber etwas Einfaches versuchen soll. Nach einiger Recherche fand ich die Schnittmuster von Burda-Style, die durch die kleinen Garnrollen auf den Mustern nach Schwierigkeitslevel kategorisiert sind.

Ich wollte aber, von Natur aus ungeduldig, sofort am nächsten Wochenende loslegen, also musste ein Stoffladen in der Nähe her. In Köln ist diese Suche sehr schnell erfolgreich gewesen. So saß ich dann ein paar Stunden später mit neuen Nadeln, endlos viel Garn, einem Schnittmuster für Pullis von Burda und einigen anderen Accessoires an meinem Schreibtisch und wollte loslegen.

Erster Pulli Auf Puppe

Hier habe ich mir am Anfang immer alle Teile auf eine Styropor Puppe gepinnt, um einen Überblick über die Teile und deren Zusammensetzung im Schnitt zu bekommen. Mittlerweile ist dieser Arbeitsschritt für mich verzichtbar geworden.

Mit der neu gekauften Stoffschere und dem bis jetzt von mir heiß geliebten Arm-Nadelkissen (absolutes Muss!) hab ich dann auch direkt losgelegt.
Dieses Gefühl werde ich nie vergessen. Stolz wie Oskar bin ich auch direkt am nächsten Tag in Köln mit dem neuen Pulli weitere Stoffe kaufen gegangen.Geradeaus nähen war dann doch nicht so einfach, wie ich dachte. Etwa 4 Stunden habe ich daran genäht und es hat sich angefühlt wie das gemeinste Puzzle der Welt. Aber als ich dann endlich so weit war, dass ich meinen Pulli anziehen konnte, war ich überglücklich! Und tatsächlich, er passte!

Erster selbstgenähter Pulli

Links:

2 thoughts on “Die Lust am Nähen entdecken

  1. Hey Tobi, willkommen in der Blogger und Nähwelt! Der Pulli ist cool und das Gefühl etwas tolles, eigenes, individuelles zu schaffen bleibt auch nach dem 50. Stück das Gleiche! Ich frage mich nur anhand des Musters auf dem Vorderteil, ob der Stoff ggf. falsch herum zugeschnitten wurde? Ich komm übrigens aus Bergisch Gladbach 😉 Schau gern mal bei mir vorbei! Liebe Grüße, Jule

    1. Gutes Auge 😉 Ja, der Stoff ist komplett falsch vernäht. Falsche Seite, gegen den Fadenlauf usw. Wusste ich damals nicht besser… Passiert mir jetzt nicht mehr 🙂

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